hreflang richtig setzen: Fehler bei mehrsprachigen Websites beheben
Ungültige Sprachcodes, defekte Ziele oder fehlende Rücklinks: hreflang-Fehler führen Besucher in die falsche Sprachversion. So beheben Sie sie systematisch.
Inhaltsverzeichnis
Was ist das Problem#
hreflang-Angaben (<link rel="alternate" hreflang="…" href="…">) verknüpfen die verschiedenen Sprach- oder Länderversionen derselben Seite miteinander, damit Google jedem Besucher die passende Variante anzeigt. EverAudit meldet fünf verwandte Fehler: einen ungültigen Sprachcode, einen fehlenden x-default-Fallback, ein hreflang-Ziel, das defekt oder nicht erreichbar ist, ein hreflang-Ziel, das nicht auf die kanonische URL der Zielseite zeigt, sowie einen fehlenden reziproken Rücklink zwischen zwei Sprachversionen.
In Kürze: hreflang funktioniert nur als vollständiges, in sich stimmiges Set aus gültigen Codes, funktionierenden Zielen und gegenseitigen Rückverweisen. Schon ein einzelner Fehler kann dazu führen, dass Google das gesamte Set ignoriert und Besuchern die falsche Sprachversion zeigt.
Warum EverAudit das prüft#
EverAudit prüft für jede Seite mit hreflang-Angaben die Syntax der Sprachcodes, löst jedes verlinkte Ziel auf, um dessen Erreichbarkeit und Indexierbarkeit zu verifizieren, und kontrolliert, ob die Verknüpfung reziprok ist – also ob die Zielseite ihrerseits zurück auf die Ausgangsseite verweist. Diese Prüfung ist aufwendig, weil sie mehrere Seiten gleichzeitig betrachten muss, aber genau deshalb wertvoll: hreflang-Fehler entstehen oft schleichend, etwa wenn eine Sprachversion umgezogen oder gelöscht wird, ohne dass alle verweisenden Seiten aktualisiert werden.
Welche Auswirkung das hat#
Ein ungültiger Sprachcode wird von Google ignoriert – die betroffene Verknüpfung entfaltet dann keine Wirkung. Fehlt x-default, erhalten Besucher außerhalb der explizit abgedeckten Sprachen keine klare Zuordnung und landen möglicherweise auf einer für sie unpassenden Version. Ein defektes hreflang-Ziel führt Besucher direkt auf eine Fehlerseite oder eine falsche Sprachversion. Am folgenreichsten ist ein fehlender Rücklink: Google behandelt hreflang als reziprokes Signal – fehlt die Rückverknüpfung, kann das gesamte Set als unzuverlässig eingestuft und ignoriert werden. In der Konsequenz zeigt Google internationalen Besuchern dann die „falsche“ Sprachversion, was Absprünge und entgangene Conversions zur Folge hat.
Wie Sie das beheben#
Ungültiger Sprachcode: Verwenden Sie ausschließlich gültige ISO-639-1-Sprachcodes, optional mit ISO-3166-1-Regionscode, sowie den reservierten Wert x-default:
<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://www.beispiel.de/">
<link rel="alternate" hreflang="de-CH" href="https://www.beispiel.ch/">
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://www.beispiel.com/en/">
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://www.beispiel.com/">
Fehlendes x-default: Ergänzen Sie einen x-default-Eintrag, der auf eine sinnvolle Fallback-Seite zeigt – meist die internationale Startseite oder die Version in der am weitesten verbreiteten Sprache Ihrer Zielgruppe.
Defektes Ziel: Prüfen Sie jede verlinkte URL auf Erreichbarkeit und Indexierbarkeit. Wurde eine Sprachversion umgezogen oder gelöscht, aktualisieren Sie alle hreflang-Verweise darauf konsistent auf allen beteiligten Seiten.
Ziel nicht kanonisch: Lassen Sie hreflang-Einträge immer auf die kanonische URL der jeweiligen Sprachversion zeigen, nicht auf eine Nebenvariante (z. B. mit Tracking-Parameter).
Fehlender Rücklink: Stellen Sie sicher, dass jede beteiligte Sprachversion vollständig auf alle anderen zurückverweist – inklusive sich selbst. Bei größeren Sprach-Sets empfiehlt sich eine zentrale, template-gesteuerte Generierung der hreflang-Liste statt manueller Pflege pro Seite, um Inkonsistenzen von vornherein zu vermeiden.
Fazit#
hreflang ist technisch anspruchsvoller als die meisten anderen Metadaten, weil es mehrere Seiten konsistent miteinander verknüpft. Eine automatisierte, seitenübergreifende Prüfung ist hier besonders wertvoll, weil sich Inkonsistenzen manuell kaum zuverlässig aufdecken lassen.
Häufige Fragen
Was ist hreflang und wofür wird es gebraucht?
hreflang ist eine HTML-Angabe (<link rel="alternate" hreflang="…" href="…">), die Suchmaschinen mitteilt, welche Sprach- oder Länderversion einer Seite für welche Zielgruppe gedacht ist. Google zeigt Nutzern dann bevorzugt die passende Version in den Suchergebnissen.
Was bedeutet x-default bei hreflang?
x-default markiert eine Fallback-Version für Besucher, deren Sprache oder Region keiner der explizit angegebenen Varianten entspricht — etwa eine internationale Startseite auf Englisch. Fehlt x-default, erhalten diese Besucher keine klare Zuordnung.
Muss jede Sprachversion auf jede andere zurückverlinken?
Ja, hreflang funktioniert nur zuverlässig als reziprokes Set: Verweist Seite A auf Seite B, muss auch Seite B zurück auf Seite A verweisen. Fehlt der Rücklink, kann Google das gesamte hreflang-Set ignorieren.
Reicht es, hreflang nur auf der Startseite zu setzen?
Nein. hreflang muss auf jeder einzelnen Seite gesetzt werden, die eine Sprachvariante hat, nicht nur global auf der Startseite — jede Unterseite mit Übersetzungen braucht ihr eigenes hreflang-Set.
EverAudit Redaktion
Fachredaktion für Web-Qualität, Barrierefreiheit und DSGVO. Wir prüfen jeden Ratgeber gegen die Kriterien unserer Audit-Engine.