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Ausreichend & lesbarer Text: Dünne Inhalte und Platzhaltertext beheben

Dünner Inhalt, vergessener Lorem-Ipsum-Text oder schwer lesbare Sätze schwächen Ihre Sichtbarkeit. So erkennen und beheben Sie Textqualitäts-Probleme.

SEO3 Min. LesezeitVeröffentlicht am Aktualisiert am
Inhaltsverzeichnis

Was ist das Problem#

Der Inhalt einer Seite ist die eigentliche Grundlage dafür, dass Suchmaschinen sie überhaupt als relevant für eine Suchanfrage einstufen können. EverAudit meldet vier verwandte Probleme: sehr dünnen Inhalt (Seiten mit kaum verwertbarem Text), sehr schwer lesbaren Text (lange, komplexe Sätze und Wörter), schwer lesbaren Text sowie sichtbar stehen gebliebenen Platzhaltertext („lorem ipsum“).

In Kürze: Inhaltsarme Seiten und unfertig wirkender Platzhaltertext geben Suchmaschinen kaum Anhaltspunkte zur thematischen Einordnung und wirken auf Besucher wenig überzeugend – unabhängig davon, wie technisch sauber die übrige Seite aufgebaut ist.

Warum EverAudit das prüft#

EverAudit analysiert den sichtbaren Fließtext jeder gecrawlten Seite: die Textmenge im Verhältnis zum übrigen Seitenaufbau, gängige Lesbarkeitsmerkmale wie Satz- und Wortlänge sowie das Vorkommen typischer Platzhalter-Phrasen. Diese Prüfung ergänzt die rein technischen Metadaten-Checks um eine inhaltliche Dimension, weil ein technisch perfekt aufgebautes <head> eine dünne oder unfertige Seite nicht kompensiert.

Welche Auswirkung das hat#

Inhaltsarme Seiten – solche, die kaum mehr als eine Überschrift und ein, zwei Sätze bieten – ranken bei Google in der Regel deutlich schlechter, weil kein ausreichender Anhaltspunkt für die thematische Relevanz besteht. Schwer lesbare Texte erreichen eine kleinere Zielgruppe: Nicht jeder Besucher bringt die Zeit oder Konzentration mit, verschachtelte Sätze und Fachjargon zu entschlüsseln, und springt stattdessen ab. Sichtbarer Platzhaltertext ist der offensichtlichste Vertrauensbruch dieser Gruppe – er signalisiert Besuchern unmittelbar, dass die Seite nicht fertiggestellt oder gepflegt wurde, was sich negativ auf die Wahrnehmung der gesamten Website auswirken kann.

Wie Sie das beheben#

Dünner Inhalt: Prüfen Sie zunächst, ob die Seite absichtlich knapp ist (z. B. eine reine Kontakt- oder Danke-Seite) – in dem Fall ist ein noindex sinnvoller als künstlich aufgeblähter Text. Ist die Dünnheit unbeabsichtigt, ergänzen Sie substanziellen, für Besucher tatsächlich hilfreichen Inhalt: Beantworten Sie konkrete Fragen zum Thema, statt Text nur zur Längenerreichung zu produzieren.

Schwer lesbarer Text: Kürzen Sie lange, verschachtelte Sätze und bevorzugen Sie geläufige, silbenarme Wörter gegenüber komplizierten Fachbegriffen, wo eine einfachere Formulierung denselben Sachverhalt trägt:

Schwer lesbar:
„Die Implementierung einer nutzerzentrierten Informationsarchitektur
erfordert eine umfassende Analyse der Zielgruppenbedürfnisse.“

Leichter lesbar:
„Damit Nutzer sich zurechtfinden, müssen Sie zuerst verstehen,
was Ihre Zielgruppe eigentlich sucht.“

Nutzen Sie Absätze, Zwischenüberschriften und Aufzählungen, um lange Textblöcke visuell aufzulockern – das verbessert die gefühlte Lesbarkeit zusätzlich zur reinen Satzstruktur.

Platzhaltertext entfernen: Durchsuchen Sie den Seitenbestand vor jedem Livegang gezielt nach „lorem ipsum“ und ähnlichen Platzhalterphrasen und ersetzen Sie sie durch echten, redaktionell geprüften Inhalt. Richten Sie idealerweise einen Freigabeschritt im Redaktionsprozess ein, der genau das vor der Veröffentlichung kontrolliert.

Fazit#

Textqualität lässt sich nicht allein technisch lösen – sie braucht redaktionelle Aufmerksamkeit. Eine automatisierte Prüfung zeigt aber zuverlässig, wo dünne Seiten, schwer lesbare Passagen oder vergessener Platzhaltertext überhaupt existieren, damit die redaktionelle Arbeit gezielt ansetzen kann.

Häufige Fragen

Wie viel Text braucht eine Seite mindestens?

Es gibt keine feste Wortgrenze, die für jede Seite gilt — entscheidend ist, ob der Inhalt das Anliegen der Seite substanziell beantwortet. Eine Kontaktseite braucht wenig Fließtext, ein Ratgeberartikel zu einem komplexen Thema deutlich mehr, um hilfreich zu sein.

Ist eine dünne Seite automatisch schlecht für SEO?

Nicht per se, aber sehr dünne Seiten ohne erkennbaren Mehrwert ranken selten gut, weil Google kaum Anhaltspunkte hat, wofür die Seite relevant sein könnte. Seiten, die bewusst knapp gehalten sind (z. B. reine Weiterleitungsseiten), sollten stattdessen auf noindex gesetzt werden.

Was zählt als schwer lesbar?

Die Einschätzung basiert typischerweise auf Satzlänge, Wortlänge und Silbenzahl — lange, verschachtelte Sätze mit vielen mehrsilbigen Fachbegriffen gelten als schwerer lesbar als kurze Sätze mit geläufigen Wörtern. Das sagt nichts über fachliche Korrektheit aus, nur über die sprachliche Zugänglichkeit.

Warum ist lorem ipsum ein Problem, wenn es doch nur Platzhaltertext ist?

Lorem-ipsum-Text sollte ausschließlich während der Entwicklung sichtbar sein. Bleibt er nach dem Livegang stehen, wirkt die Seite unfertig und unseriös auf Besucher — und Suchmaschinen können aus bedeutungslosem Blindtext keinerlei thematische Relevanz ableiten.

EverAudit Redaktion

Fachredaktion für Web-Qualität, Barrierefreiheit und DSGVO. Wir prüfen jeden Ratgeber gegen die Kriterien unserer Audit-Engine.